Erinnerung lebt von Zusammenarbeit. Die Stiftung EVZ initiiert in ihren Förderprogrammen mit starken Partner:innen in Deutschland, Europa und weltweit Bildungs- und Erinnerungsprojekte, die Demokratie, Menschenrechte und Erinnerungskultur stärken und die Verantwortung Deutschlands im internationalen Dialog verankern. 

Seit 2021: Bildungsagenda NS-Unrecht  

Mit Mitteln des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) setzt die Stiftung EVZ seit 2021 dieses wegweisende Förderprogramm um. Ziel ist es, demokratische Haltungen zu fördern und Antisemitismus, Rassismus, Antiziganismus sowie LGBTIQ-Feindlichkeit entgegenzuwirken. Die Projekte machen die Schicksale der Verfolgten sichtbar und schaffen neue, interdisziplinäre Zugänge zum Lernen und Verstehen der NS-Geschichte. In der ersten Förderperiode der Bildungsagenda NS-Unrecht von 2021 bis 2025 förderte die Stiftung europaweit 76 Projekte. Diese Projekte wurden vielfach prämiert, etwa mit dem Grimme Online Award und dem DigAMus Award. 

JUGEND erinnert vor Ort & engagiert 

Gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) stärkt das Förderprogramm in seiner Förderlinie JUGEND erinnert engagiert junge Menschen dabei, sich kritisch mit der NS-Geschichte auseinanderzusetzen und Gegenwartsbezüge herzustellen. Es fördert eine partizipative, selbstbestimmte Jugendarbeit. Die Förderlinie Jugend engagiert vor Ort richtet sich an Gedenkstätten und Geschichtsinitiativen an historischen Orten und unterstützt sie bei der Entwicklung innovativer und digitaler Vermittlungsformate.  

JUGEND erinnert international  

Finanziert mit Mitteln des Auswärtigen Amtes ermöglicht JUGEND erinnert international transnationale Lernprojekte an historischen Orten der NS-Verfolgung in Deutschland, Europa und Israel. Junge Menschen setzen sich vor Ort kritisch mit Geschichte auseinander und reflektieren europäische Erinnerungskulturen. 2025 feiert das Programm sein fünfjähriges Jubiläum. 

Asking the Pope for Help  

Tausende Menschen wandten sich während des NS‑Regimes in verzweifelten Briefen hilfesuchend an den Papst und die Kirche. In diesem gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt, der Bayer AG u.a. geförderten Projekt untersuchte ein Team der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster rund 15.000 dieser Schreiben in den Vatikanischen Archiven, bereitete sie digital auf und erschloss so eine neue Quelle der Erinnerungskultur.

Seit 2025: MemoRails   

Bahnhöfe als Orte der nationalsozialistischen Deportationen rücken im Programm MemoRails in das öffentliche Bewusstsein. Unterstützt vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) werden zivilgesellschaftliche Initiativen gefördert, die auf zeitgemäße und kreative Weise an die NS-Verbrechen und ihre Folgen erinnern.  

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